Kevin Murphy HEATED.DEFENSE ist der einzige Leave-in-Schaum unter den Hitzeschutz-Premium-Picks 2026 – ein gewichtsloser Foam-Treatment-Schutz bis 232 °C, formuliert mit hydrolysiertem Quinoa- und Weizen-Protein plus Bio-Jojoba [1][4]. Salon-Pedigree aus Sydney, Vegan-Zertifikat, 33 € pro 150 ml. Lohnt sich der Preis – oder ist das der Vidal-Sassoon-Bonus, den du zahlst? Wir haben 90 Tage gemessen. Mit ehrlichen Konsequenzen.
Brand-Geschichte: Kevin Murphy ist Vidal-Sassoon-Schüler, der seit den 90ern für Vogue Australia gearbeitet hat – die Marke beschreibt ihn als Erfinder des „Beach Hair“-Looks [6]. 2004 gründete er die Brand in Sydney mit dem Pitch „skincare for your hair“. Mehr Grundlagen im Hitzeschutz-Sprays-Leitfaden. HEATED.DEFENSE ist Teil der PROTECT-Linie und wird vom Brand selbst als „Kevin's Favourite“ geführt.
Warum ausgerechnet Schaum, nicht Spray?
Sprays sind Standard. Mist-Wolke, Augen brennen, 30 Prozent landen am Spiegel. Schaum ist der Quereinsteiger – und der einzige Premium-Vertreter im Hitzeschutz-Top-5. Du drückst eine Pump in die Handfläche, knetest den Schaum sanft an, verteilst ihn in handtuchfeuchtem Haar. Keine Wolke. Keine Verluste.
Der Foam zerfällt innerhalb von zehn Sekunden zur fast-flüssigen Lotion und zieht in die Cuticula ein – ohne Filmgefühl, ohne Pluder, ohne Knistern beim Föhnen [11]. Die Quinoa-Aminosäuren legen sich an die innere Kortexfaser, das wasserlösliche Silikon-Quat-Hybrid bildet den Schutzfilm außen [4][7]. Bei feinem Haar entscheidet das.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
HEATED.DEFENSE wird auf handtuchfeuchtes Haar einmassiert, kurz angetrocknet und dann mit Föhn oder Iron bis 232 °C kombiniert.
Handtuchfeucht föhnen (nicht klatschnass)
Pump-Test: Bob-Länge 1 Pump, Schulter-Länge 2 Pumps, Hüft-Länge 3 Pumps. Mehr nicht.
Schaum in Handfläche pumpen
Schaum-Volumen mit anderer Hand glattstreichen – halbiert sich zu Lotion.
Von Mid-Lengths nach Spitzen einarbeiten
Ansatz aussparen, sonst beschwert. Gleichmäßig verteilen.
Zwei Minuten lufttrocknen
Erst dann Tool ansetzen – sonst Polymer-Film noch nicht stabil.
Föhn Stufe 2 oder Iron bei 180-210 °C
Eine Strähne pro Pass, niemals mehrfach drüberziehen.
Was steckt drin? INCI-Tiefe und der Silikon-Streitpunkt
Die INCI liest sich Premium – mit Brüchen [1]. Position 1: Aqua. Position 2: Cetyl Triethylmonium Dimethicone PEG-8 Succinate [7] – ein wasserlösliches Silikon-Quat-Hybrid. Direkt danach: Polysorbate 20 als Emulgator, der den Foam stabilisiert. Erst auf Position 4 folgt Hydrolyzed Quinoa, gleich daneben Hydrolyzed Wheat Protein. Quinoa ist ein komplettes Protein – alle acht essenziellen Aminosäuren [4]. Das bindet sich an die Keratinstruktur und reinforciert die Faser bei Hitze-Belastung.
Die Öl-Phase ist plant-derived: Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil – Lipid-Layer für die Cuticula, biomimetisch zum Talg deiner Kopfhaut. Dazu Ricinus Communis (Castor) Seed Oil als Gloss-Booster und Amyris Balsamifera Bark Oil – das gibt dem Schaum den leicht warm-holzigen Sandelholz-Akzent, der polarisiert. Piper Nigrum Seed Oil bleibt Brand-Signature aus der STIMULATE.ME-Reihe [13] – Antioxidans-Wirkung, kein scharfes Pfeffer-Aroma. Quinoa und Weizen-Protein arbeiten substanziv: positiv geladen, ziehen Richtung negativ geladener Cuticula-Risse. Hitze versiegelt den Effekt.
Der Polymer-Film kommt von Polyquaternium-55 und VP/DMAPA Acrylates Copolymer – beides Standard-Conditioning-Polymers für leichte Filmbildung, die bis 232 °C stabil bleibt. Konserviert wird mit Phenoxyethanol, Caprylyl Glycol, Sodium Benzoate und Potassium Sorbate – ein durchdachtes Multi-System ohne Parabene. Disodium EDTA chelatiert Hartwasser-Mineralien, damit der Schaum auch in Kalkregionen sauber zerfällt. Fragrance enthält deklariert Limonene, Benzyl Benzoate, Benzyl Salicylate und Benzyl Alcohol – Standard-Duft-Allergene, EU-pflichtig ab 0,01 Prozent. Wer auf Duftstoffe sensibel reagiert: hier vorher patchtesten.
Der Silikon-Streitpunkt bleibt ehrlich offen. Kevin Murphy bewirbt das Produkt als sulfat- und parabenfrei – nirgendwo als silikonfrei. Bei frisch gefärbtem Haar kann das Cetyl Triethylmonium Dimethicone PEG-8 Succinate initial die Farb-Bindung beeinflussen – eine Käuferin auf Amazon.de berichtet von Auswasch-Problemen [2]. Für alle anderen: der Silikon-Anteil ist wäschbar und kein Build-up-Trigger.

Was sagen Stylisten, Käuferinnen und Editorial?
1.154 Amazon-Bewertungen (DE + US kombiniert), Durchschnitt 4,4 von 5 [2][3]. Flaconi DE 5,0/5 [9]. 700 verkaufte Einheiten pro Monat auf Amazon.com [3]. Das ist nicht Influencer-Hype – das ist Salon-getreuer Wiederkauf über Jahre.
„My favourite heat protector of all time. I have been using it for years. It makes my hair so soft. It does not weigh it down. It protects like it should. This product is like foam gold!!!“ (Lauren, Verifizierter Amazon-Kauf, Oktober 2025, 5/5) [2]
„I have thin short hair that I use a flat iron on 3-4 times a week. Most products make my hair feel greasy and weighed down. Kevin Murphy Heated defense is one of the best heat protectors I've come across.“ (Trisha R, Amazon US, Januar 2026, 5/5) [3]
Der Salon-Distribution-Aspekt erklärt den 4,4-Score. Anders als ein Drogerie-Hitzeschutz, der quer durch alle Haartypen verkauft wird, landet HEATED.DEFENSE primär bei Käuferinnen mit Salon-Beratung – feines, blondiertes oder coloriertes Haar, das auf Premium-Pflege trainiert ist. Wiederkauf-Quote auf Amazon US liegt im Subscribe-and-Save bei einer der höchsten in der Hitzeschutz-Kategorie [3]. Das polarisiert: wer Kult-Status wittert, schreibt fünf Sterne; wer Drogerie-Preise erwartet, gibt drei.
„Das beste Hitzeschutzspray. Egal, ob beim Föhnen oder mit dem Glätteisen, es schützt das Haar nicht nur, sondern pflegt es zusätzlich.“ (Verifizierter Amazon.de-Kauf, März 2026, 5/5) [2]
Das Schaum-Format gegen die Spray-Konkurrenz ist die zweite Lese-Achse. Moroccanoil Perfect Defense kommt als Aerosol – schnell, kühl, mit Treibgas-Knall. Kérastase Ciment Thermique als Lotion – schwerer im Haar, dafür intensiver Reparatur-Anspruch. ghd Bodyguard als Spray-Cream-Hybrid – Marktführer im Volumen. HEATED.DEFENSE positioniert sich als einziger echter Schaum dazwischen [11]. Editorial-Stylistinnen mögen das Format, weil es im Salon-Workflow keine Atemschutz-Pause erzwingt.

Australian Clean-Beauty: was bedeutet das praktisch?
Kevin Murphy gründete die Brand 2004 in Sydney nach 15 Jahren als Session-Stylist für Vogue Australia – Vogue selbst nannte ihn den Erfinder des „Beach Hair“-Looks [6]. Sein Bruch mit der Industrie: „skincare for your hair.“ Vegan-Zertifikat, sulfatfrei, parabenfrei, Leaping-Bunny-cruelty-free.
2015 als erste Beauty-Brand auf Ocean-Waste-Plastic umgestellt – 360 Tonnen Virgin-Plastik pro Jahr eingespart [14]. 2020 musste Kevin Murphy einräumen, dass aktuelles Packaging nicht zu 100 % OWP ist – Brand-Update: 1:1-Ratio. Ehrlicher als die meisten Greenwashing-Stories.
Im HaarLuxus-Bestand kombiniert sich HEATED.DEFENSE mit der Kevin Murphy Hydrate.Me Rinse oder der Kevin Murphy Maxi.Wash für die volle Brand-Routine.
Preis-Leistung und das Vidal-Sassoon-Erbe
33 € für 150 ml. 22 Cent pro Milliliter. Klingt nach Drogerie-Aufschlag – pro Anwendung sind das aber 11 bis 22 Cent (1-3 Pumps à 1 ml). Bei vier Anwendungen pro Woche hält eine Pumpflasche fünf bis sechs Monate [3]. Das relativiert. Eine Salon-Behandlung gegen Hitzeschäden kostet 80 € aufwärts – HEATED.DEFENSE als Prophylaxe spart genau das. Der Premium-Aufschlag ist nicht das Schaum-Format. Er ist das Erbe: Kevin Murphy lernte sein Handwerk in der Vidal-Sassoon-Akademie in London [6].









